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So weit die Füße uns tragen: Weitwandern
Von den zehn großen österreichischen Weitwanderwegen führen acht durch die Steiermark. Intensiver lassen sich die vielfältigen Naturlandschaften nicht erleben.

Wandern ist die beliebteste aller Freizeitaktivitäten. Besonders intensiv wird diese Erfahrung auf einem Weitwanderweg, der tagelang durch unterschiedliche Naturlandschaften führt – teilweise hochalpin, durch Weinberge, Naturparke oder entlang von malerischen Seen. Manche Weitwanderwege sind einige hundert Kilometer lang und führen durch mehrere Vegetationszonen. Mit jedem Kilometer entfernen sich Wanderer von der Hektik des Alltags, kommen zum Einfachen, zum Wesentlichen – zu sich zurück und werden Zeugen faszinierender Naturschauspiele.

Die Steiermark mit ihren vielfältigen Naturlandschaften – Weinberge und Wälder, Almen und Gletscher, Natur- und Nationalparks, Seen und Flüsse – ist ideal für Wanderungen. Außerdem verfügt das Grüne Herz Österreichs über eine spannende Kulturlandschaft, die sich dem Wanderer erschließt. Kein Wunder, dass acht der zehn Weitwanderwege in Österreich durch die Steiermark führen, von denen einige sogar mit den großen europäischen Fernwanderwegen verknüpft sind. Ein Klassiker ist die Via Alpina, die auf über 5.000 Kilometern und 341 Tagesetappen durch alle acht Alpenstaaten von Slowenien nach Monaco führt.

„Nur“ ca. 1.270 Kilometer lang ist der Zentralalpenweg 02, der ganz Österreich von Osten nach Westen durchquert. Einer der spektakulärsten Abschnitte, sogar mit dem Wandergütesiegel ausgezeichnet, ist auf steirischem Boden zu finden: die Königsetappe Klafferkessel/Schladming-Rohrmoos. Die Wanderer durchstreifen eine arktisch anmutende Seenlandschaft mit ganz eigener Flora, die man ansonsten nur in nördlichen Breitengraden vorfindet. In 158 Stunden sollte dieser steirische Abschnitt des 02ers zu machen sein vom Stuhleck über die Waldheimat, die Bärenschützklamm, den Tremmelberg bis zu den Giglachseen. 🙂

Grundsätzlich gilt für alle Weitwanderwege: Man kann einzelne Etappen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade herauspicken – von Strecken im nahezu ebenen
Gelände bis zu hochalpinen Touren. Und mehr denn je gilt das Motto: Der Weg ist das Ziel.