Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’

Silvesterkläuse, Pelzmartiga, Achetringele und Glücksschweinrennen – die Schweiz startet ins neue Jahr
Umzüge mit furchterregenden Symbolfiguren, lauten Trommelschlägen, Schellenrasseln und Peitschenknallen – so endet das alte Jahr traditionell in der Schweiz. Das „Achetringele“ steht in Laupen, das Silvesterklausen im Appenzell auf dem Programm und in Kandersteg sorgen die „Pelzmartiga“ für Aufsehen unter Gästen und Einheimischen. Denn nach altem Brauchtum sollen die Pelzmartiga in der Nacht zum Jahreswechsel böse Geister und Dämonen abwehren. Silvester wird in Schwarzenburg mit dem traditionellen Ritual des „Altjahresesu“ gefeiert. Wenn kleine Glücksschweinchen ins neue Jahr rennen, herrscht in Klosters Hochstimmung. Am 2. Januar ziehen in Interlaken die „Potschen“ durch den Ort.

In Kandersteg sorgen die Pelzmartiga an Weihnachten und am Neujahrstag vom Mittag bis in die späten Abendstunden für Schrecken. In Felle gekleidete große Gestalten, die an die Bedrohung durch Wolf und Bär erinnern und auf die sich die Bezeichnung Pelzmartiga bezieht, und weitere Symbolfiguren ziehen mit wildem Gehabe laut durch das Dorf. Denn nicht nur durch Bär oder Wolf waren die Talbewohner bedroht, sondern auch durch andere Gefahren wie Krankheiten, Wassernot, Hunger, Armut und Krieg. So müssen Touristen und Einheimische auch dem „Chindlifrässer“ gegenübertreten, der eine Maske mit weit aufgerissenem Mund und bedrohlichen Zähnen trägt und aus dessen Tornister die Beine eines Kindes ragen. Er steht für Hungersnöte und Krankheiten. Der „Blätzlibueb“, gehüllt in ein Lumpengewand, hält vor Augen, dass Zeiten bitterer Armut im Dorf gar nicht so weit zurückliegen. Das „Huttefroueli“ trägt in seinem Rückenkorb seinen kriegsversehrten Mann. Das erinnert an kriegerische Ereignisse im Tal. Dazu gesellen sich noch weitere Figuren wie der „Spielkartenmann“ oder der Leierkastenmann „Lyrimaa“, bei dem man sich durch eine kleine Geldgabe von bösen Mächten freikaufen kann. Das „Heri“, ein Herr in Frack, Zylinder und weißen Handschuhen, hält mit seiner Peitsche die wilde Bande zusammen.

Achetringele heißt der Silvesterbrauch in Laupen in Luzern – Vierwaldstättersee. Jahrhunderte lässt sich dieser Brauch geschichtlich zurückverfolgen. Drei verschiedene Gestalten ziehen lärmend durch das Dorf und vertreiben das Böse: die „Achetringeler“, die große Treicheln (Glocken) schütteln, „Bäsemanne“ (Besenmänner), die lange, mit Wacholderzweigen geschmückte Stangen tragen, und „Blaateremannli“ (Blasenmännchen) mit luftgefüllten Schweinsblasen. Auf den Dorfplätzen machen sie Halt, verabschieden in Reimen das alte Jahr und begrüßen das neue. Der Ursprung des Achetringele, was so viel bedeutet wie Hinunterschellen, liegt vermutlich in den Feiern zur germanischen Wintersonnwende.

Da die Appenzeller Hinterländer lange den Gregorianischen Kalender nicht annehmen wollten, feiern sie heute den Jahreswechsel gleich zweimal: am 31. Dezember und am 13. Januar. Im Mittelpunkt stehen bei den Feierlichkeiten die Silvesterkläuse. Sie tragen Trachten, Masken mit riesigen kunstvollen Hüten oder sind in mit Tannenzweigen dekorierte Gewänder gekleidet. Mit lautem Schellengerassel melden sie sich, jodeln mehrstimmig und wünschen den Hausbewohnern Glück zum neuen Jahr. Besonders eindrucksvoll wird dieser Brauch in Urnäsch, Schwellbrunn, Hundwil, Waldstatt und Stein begangen.

In Meiringen, Goldswil und anderen Dörfern des Berner Oberlands ziehen die „Trychler“ (Scheller) eine ganze Woche bis in die frühen Morgenstunden durch die Orte. Dieser Altjahresbrauch beginnt am 26. Dezember um Mitternacht und dauert bis Silvester. Mit lauten, rhythmischen Glockenklängen vertreiben die traditionell gekleideten Trychler jeden Abend die bösen Geister.

Ein riesiges Spektakel ist der Brauch des Altjahrsesels in Schwarzenburg, in der Bern Region. Der „Esu“ (Esel) – dargestellt durch einen verkleideten Einheimischen – symbolisiert das alte Jahr und wird für alles Schlechte, welches das alte Jahr gebracht hat, symbolisch verprügelt. Der „Esuführer” übernimmt diese Aufgabe. Die Figuren des Altjahrsesels verkörpern größtenteils gegensätzliche Bedeutungspaare, wie Alt und Neu, Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft. Hinausgetrieben wird der Esel von einem das neue Jahr versinnbildlichendem Brautpaar, dem Teufel, einem Pfarrer und einem zweigesichtigen Weib. Dieses „Hinnerefürfraueli“ schaut mit der hübsch aussehenden Gesichtshälfte freundlich ins kommende Jahr.

In Davos Klosters ist das Glücksschweinrennen der Renner! Wenn kleine Schweinchen ins neue Jahr rennen, dann herrscht in Klosters Hochstimmung. „Hotschrennen“ wird der Wettkampf der Rennschweine genannt, der in Klosters das neue Jahr einläutet. Rund 2000 Gäste und Einheimische feuern am Neujahrestag die zehn Ferkel zu Höchstleistungen an. Vor dem Rennen haben die Zuschauer ihren Favoriten gewählt und Wetten auf den Sieg ihres Glücksbringers abgeschlossen. Die in der Region geborenen Tiere werden ab Anfang Dezember dreimal täglich trainiert und sind so auf das große Rennen am 1. Januar vorbereitete. Ein unvergessliches Spektakel der glücklichen Art. .

Ein weiterer Neujahrsbrauch findet seit 50 Jahren am 2. Januar in Interlaken statt: Der Ort im Berner Oberland wird vom Hardermannli, seinem Wyb und seinem Gefolge, den sogenannten Potschen, heimgesucht. Diese tragen kunstvoll geschnitzte Holzmasken und abenteuerliche Kostüme, die mit Tannenbart und Fellen behängt sind. Nach dem traditionellen Umzug trifft man sich in den Beizen in Interlaken zum gemütlichen Beisammensein.

Auf den «Touren der Freuden» durch das Heidiland
Eingebettet in die Graubündner, St. Galler und Glarner Berge bietet das Heidiland Zweiradfahrern abwechslungsreiche Routen und Touren durch die Ostschweiz. Ob Mountainbiker, E-Bikefahrer oder Velofahrer, sie alle werden alljährlich mit aktuellen Karten und Routen versorgt. Auch in diesem Sommer gibt es attraktive Neuheiten, die das Radlerherz und den Puls höher schlagen lassen. Mehr Infos zum Mountainbiken Schweiz auch auf der Webseite.

Druckfrisch, wasserfest und interaktiv
Der HALLWAG Verlag hat eine neue Mountainbike Map für das «Heidiland» (ISBN: 978-3-8283-0739-1) aufgelegt, die mit neuen Strecken und speziellen Features überzeugt. Um allen Eventualitäten vorzubeugen, ist die auf Maßstab 1:50.000 erscheinende Karte sowohl reiß- als auch wasserfest. Insgesamt werden 44 Tourenvorschläge in fünf Schwierigkeitsstufen aufgezeigt, die sich über die gesamte Region Walensee, Flumserberg, Werdenberg und Bad Ragaz erstrecken. Zusätzlich werden Routen durch das Glarnerland, die Bündner Herrschaft, das Fürstentum Liechtenstein und das Toggenburg in der Karte skizziert. Für technisch versiertere Zweiradfahrer lässt sich die Karte auch als App auf ein iPhone oder Android-Handy herunterladen.

Hybrid auf zwei Rädern: E-Bikes boomen auch im Heidiland
E-Bikes erleben von Jahr zu Jahr einen höheren Beliebtheitsgrad, so auch im Heidiland. Die stetig steigende Nachfrage nach den Fahrrädern mit Elektrobeihilfe hat dazu geführt, dass das Netz an Vermiet- und Akkuwechsel-Stationen im Heidiland nahezu verdoppelt wurde. Ab diesem Jahr stehen 19 Stationen im Heidiland zur Verfügung, an denen sich der Gast ein E-Bike mieten kann. Die Panorama-Karte «Genuss & Kultur» versorgt den E-Biker mit Routenvorschlägen und interessanten Informationen rund um das Regionale Zweiradangebot. Zusätzlich lässt eine gute Beschilderung den fahrenden Gast nicht in die Irre führen und verhilft so zu einem entspannten Aufenthalt.
Aufsteigen, losfahren und genießen
Wer einmal eine spezielle und köstliche Fahrradtour durch das Herz des Heidilandes unternehmen will, für den sind die Kulinarik-Touren wie geschaffen. Die beiden Routen führen entlang des Walensees (einer der tiefsten und saubersten Seen der Schweiz) oder durch die Rebberge und Dörfer der Bündner Herrschaft. Rad- als auch E-Bikefahrer gleichermaßen radeln so in drei bis vier Etappen von einem Restaurant zum nächsten. Bei jedem Halt erwartet den Gast ein neuer Gang auf dem Teller, der bei der nächsten Etappe gemütlich verdaut werden kann. Als Vorspeise wäre etwa ein gebratenes Forellenfilet mit knackigem Blattsalatbouquet zu empfehlen. Gefolgt von Nudeln mit getrockneten Tomaten, Artischocken, Zucchetti und Rucola sowie – zum Schlussspurt – eine Panna cotta.

Nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit sticht das Dampfschiff Unterwalden in neuem Glanz in See. Damit ist die Flotte der insgesamt fünf historischen Raddampfer auf dem Vierwaldstättersee im Reiseziel Luzern wieder komplett.  Die Sanierung des historischen Raddampfers kostete über zehn Millionen Schweizer Franken und beanspruchte 90 000 Arbeitsstunden.
Mit dem Stapellauf am 12. November 1901 ist die Unterwalden das zweitälteste Dampfschiff der Flotte. Am 18. Mai 1902 nahm sie den Fahrbetrieb erstmals auf. Im Rahmen der Sanierung erhielt sie äußerlich nun wieder den Zustand des Jahres 1920.
Die Flotte aus fünf historischen Raddampfern mit den Schiffen Unterwalden, Gallia, Schiller, Uri und Stadt Luzern, einem neuen Katamaran und 15 Salon-Motorschiffen ist im Reiseziel Schweiz damit wieder komplett.

Der Vierwaldstättersee bildet mit 38 Kilometer Seewegen eine einzigartige Naturarena für Schiffsausflüge. Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees bietet mit thematischen Rundfahrten wie Sonnenuntergangsfahrten, kulinarischen Rundfahrten sowie für Gruppen die Möglichkeit, ein ganzes Schiff zu mieten, ein breites Spektrum an Angeboten für Gäste – besonders eindrucksvoll ist solch ein Ausflug natürlich im Ambiente eines historischen Raddampfers.

Weitere Informationen gibt es unter der gebührenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus 00800 100 200 30 mit persönlicher Beratung.

Erholungswelt der Superlative am Lago di Lugano
Direkt am Lago di Lugano, nur 15 Kilometer von der Stadt Lugano und dem „Jetset-Hideaway“ Lago di Como entfernt, liegen die Erlebnis- und Erholungswelten des Hotels****Superior Parco San Marco Beach Resort, Golf & SPA. Das Resort ist der Inbegriff für qualitätsvollen Urlaub und Gastfreundschaft in einem ungezwungenen Ambiente. Eine über 30.000 m² große subtropische Parkanlage, 3.000 m² Privatstrand, ein 200.000 m² großer Bergwald und 111 Suiten und Apartments mit traumhaftem Seeblick geben den Gästen exklusiven Raum für Erholung und Entfaltung. Das Beauty- & Massage-Center des Resorts kann zur „upper class“ gezählt werden und das umfangreiche Sport- und Freizeitangebot profitiert vor allem von der exklusiven Lage des Resorts am See. Der Partnergolfclub Menaggio & Cadenabbia ist nur zehn Autominuten vom Hotel entfernt und gehört zu den traditionsreichsten, schönsten und anspruchvollsten Plätzen Europas. Dem nicht genug: das Parco San Marco wurde von der Zeitschrift GEO Saison zum viertbesten Familienhotel Europas gekürt. Die kleinen Gäste erwartet indoor wie outdoor eine erlebnisreiche Ferienwelt und im Club Bim Bam Bino sind Kinder ab zwei Jahren herzlich willkommen. Für Feinschmecker wird an verschiedenen Orten der Tisch gedeckt – in mehreren, komplett unterschiedlich ausgerichteten Restaurants, Bars und Lounges werden Köstlichkeiten aus Küche und Keller angeboten. Der See, die imposanten Erhebungen und das Dolce Vita Italiens verbinden sich im Parco San Marco zu einem Urlaubserlebnis der Superlative. Für Feierlichkeiten und Firmenveranstaltungen stehen der Meetingraum, das Teatro San Marco und weitere Räumlichkeiten zur Verfügung.

Anreise Porlezza   Hotel****Superior Parco San Marco
o Auto (D, A, CH): St.-Gotthard- oder San-Bernardino-Tunnel – Autobahn bis Lugano-Nord – Lugano-Zentrum – Richtung Gandria–St. Moritz (Seeuferstraße) – Gandria > Italien – ca. 14 km Richtung Porlezza – 500 m nach Ortseinfahrt Cima di Porlezza Einfahrt Ost – Parco San Marco
o Bahn: Bahnhof Lugano
o Flug: Airports Mailand-Bergamo, Mailand-Linate, Mailand-Malpensa, Lugano-Agno • Transfer – per Wasserflugzeug: ab Mailand-Bergamo oder Mailand-Linate Airport bis zum hoteleigenen Privatstrand – per Helikopter: ab Mailand-Bergamo-, Mailand-Linate- oder Mailand-Malpensa-Airport bis Porlezza (2 km vom Hotel), Abholservice ins Parco San Marco – per Boot: ab Lugano

Weitere Informationen: http://www.parco-san-marco.com