Urlaub Information: Fasching in Ostbayern

Veröffentlicht: 02/01/2012 in Deutschland
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Chinesenfasching in Dietfurt im Altmühltal
Bayerisch China liegt in der Oberpfalz. Denn alle Jahre zur Karnevalszeit wird die Sieben-Täler-Stadt Dietfurt an der Altmühl zum Chinesenreich mit eigenem Kaiser und kaiserlichem Großmandarin. Seinen Höhepunkt feiert der Chinesenfasching am Unsinnigen Donnerstag (16. Februar), wenn Dutzende von Fußgruppen, Musikkapellen und Wagen im Chinesenlook unter dem Beifall tausender Zuschauer durch die Stadt ziehen. Mit dem Ruf „Kille-Wau“ huldigt die Bevölkerung dem Kaiser, der in einer Sänfte auf dem Großen Drachenwagen thront. Proklamiert wird der neunte Kaiser von Dietfurt, im Anschluss bei der Podiumsgaudi auf dem Rathausplatz, dem „Platz des Himmlischen Friedens“, wie dieser während des Faschings heißt. Gemeinsam mit seinem Hofstaat und den Bürgern singt der Kaiser hier die Dietfurter Faschingshymne, bevor das närrische Treiben in den örtlichen Gaststätten fortgesetzt wird. Traditionsreiches Element des Dietfurter Chinesenfaschings ist auch der Faschingskehraus am Faschingsdienstag. Erst zieht am frühen Abend das „Klageweib“ durch die Straßen, kurz vor Mitternacht geben dann die Mitglieder des Begräbnisvereins in weißen Gewändern dem Fasching das letzte Geleit, nachdem sie ihn zuvor in seinem Holzsarg von Wirtshaus zu Wirtshaus gefahren und noch einmal einige seiner Schandtaten verkündet haben. Informationen: Tourist-Information Dietfurt, Hauptstraße 26, 92345 Dietfurt a.d. Altmühl, Tel. 08464/6400-19

Freibier, Charme und Zylinder: Traditioneller Fischzug in Schmidmühlen
Der Fischzug in Schmidmühlen im Bayerischen Jura ist eine reine Männerveranstaltung, an der nur „Närrische“ teilnehmen. Wer sonst würde sich am Aschermittwoch einen schwarzen Anzug anziehen, den schwarzen Zylinder auf den Kopf setzen, vom Zeremonienmeister mit Kreide einen Fisch auf den Rücken malen lassen und sich gemeinsam mit bis zu 80 Gleichgesinnten im Gänsemarsch und ausschließlich auf der linken Straßenseite auf Wirtshaustour begeben? Keine gastliche Stube wird dabei ausgelassen. Da sich der Zug einem Wirtshaus aber nur von links nähern darf, müssen die Teilnehmer einige Umwege in Kauf nehmen. Und weil es sich um einen Trauerzug handelt, darf unterwegs weder geredet noch geraucht, gelacht noch gepfiffen werden. Das so genannte Geldbeuteleingraben am Ende des Fischzuges, bei dem ein leerer Geldbeutel zu nächtlicher Stunde unter lauten Jammern und Weinen feierlich begraben wird, ist ein weiteres Kuriosum. Informationen: Touristinformation Schmidmühlen, Rathausstraße 1, 92287 Schmidmühlen, Tel. 09474/9403-14

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